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Oktober-Mitteilung

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren!

Die herzlichsten Grüße aus Berlin-Mitte, verbunden mit meinen besten Wünschen:
Für die Gesundheit vor allem, für privates und berufliches Glück und nicht zuletzt Toi-Toi-Toi für die neue Spielzeit, viel Erfolg und positive Resonanz von allen Seiten.

Es ist ein bisschen merkwürdig, in diesem Jahr beim Spielzeit-Beginn und ebenfalls nicht durch eine Weihnachts-Produktion „irgendwo“ eingebunden zu sein, aber: Es ist eben, wie es ist! Mir tut es ein wenig weh, dass ich derart “ungewollt” bin und einfach nirgends “gebraucht” werde. Jedoch habe ich mich seit Jahresbeginn darum bemüht, ein Engagement zu bekommen – aber ab Silvester habe ich gottlob wieder zu tun, und das Jahr 2018 bringt viele Aufgaben, so dass ich die Zeit bis zum Jahresende nützen kann, alte Projekte zu beleben und angefangene Sachen zu einem Ende zu bringen.

In Bad Reichenhall bei den Johann-Strauss-Tagen mit dem dortigen sehr guten philharmonischen Orchester und dem GMD Christian Simonis, den ich über alle Maßen schätze, lief es harmonisch und wirklich Freude machend. Auf diesem Wege nochmals vielen Dank für die konstruktive und erfüllte Woche und ein Ergebnis (die Operette “Wiener Blut” in einer halbszenischen Version), das bei Publikum und Presse Anklang fand.

Nun bin ich also in meiner Lieblingsstadt Berlin, genieße die wunderschöne Wohnung und bin jeden Tag in Berlin unterwegs, sehe und höre viel. Derzeit studiere ich einmal mehr die “Knusperhexe” in Humperdincks “Hänsel und Gretel” – das ist eine Partie, die mir am Herzen liegt. Eine der wenigen Aufgaben, die unbedingt noch kommen „müsste“, bevor ich in den (Un)-Ruhe-Zustand gehen werde. Dazu arbeiten wir intensiv am neuen Musical “Stille Nacht!” zum 200. Geburtstag des berühmtesten Weihnachtsliedes “aller Zeiten” – die Uraufführung ist für Ende November 2018 durch die Konzertdirektion Landgraf geplant. Die Tournee wird dann im anschließenden Dezember stattfinden.

Es gab auch viel Freude für mich: Herr GMD Simonis hat sich für ein Konzert mit Musik von Siegfried Wagner für 2019 entschieden, und ich hoffe, dass Bayreuth entsprechend rechtzeitig planen wird, damit der 150. Geburtstag dieses Komponisten nicht ignoriert wird. Gestern am Abend (14.10.) sah ich die Gala aus dem Staatstheater am Gärtnerplatz in München zur Wiedereröffnung des Hauses. Was für eine Freude! Zum einen war der Dirigent Anthony Bramall vor Jahrzehnten bei uns in Coburg, ich erinnere mich so gerne an Tony, der ein großartiger Theaterkapellmeister (im besten Sinne des Wortes) ist. Meine Erinnerungen an das Gärtnerplatztheater reichen zurück bis zum Anfang der 80ziger Jahre. Und gestern Frau Ehrensberger als “Golde” zu erleben, leider nur per TV, war so beeindruckend und tief. Die Zusammenstellung der Gala gelang grandios, das Ensemble (das sich präsentierte) ist vielversprechend. Ein Tenor aus dem Coburger Land, Lucian Krasnek, sang ganz herrlich – er war damals bei der Coburger Sommeroperette (2003) bei der dortigen “Lustigen Witwe” im Chor! Zwischenzeitlich trafen wir uns zu den Operettenkonzerten im schönen Regensburg, wo er als Gast-Tenor auftrat.

So geht also das Jahr 2017 langsam zu Ende, für mich ein belebtes und belebendes Jahr – ich fand den Mut bestimmte “Disteln” auszureißen und mich von belastenden Dingen zu trennen. Gleichzeitig fand ich Zeit und Kreativität, um einige neue Sachen zu schreiben, die mich seit langem interessierten und beschäftigten. Einen Schwerpunkt bildete im Sommer der 100. Geburtstag von Wieland Wagner, der mir spannende und bewegende Begegnungen bescherte.

Hinweisen möchte ich an dieser Stelle im Jahr 2018 an die 100. Geburtstage von Leonard Bernstein und Friedelind Wagner, die (bei aller Streitbarkeit) für mich das weiße Schaf der Familie Wagner darstellt. Am 24. Dezember 2018 wird die “Stille Nacht!” zweihundert Jahre jung – und für 2019 gehört meine Aufmerksamkeit dem 150. Geburtstag von Siegfried Wagner im Juni.

Privat gibt es nichts Neues – ich bin größtenteils wohlauf und gesund, lese und schreibe intensiv und weiß mich zu beschäftigen. Langeweile ist für mich – bei aller Entschleunigung, die ich mir gönne – gottlob ein fremdes Wort. Dem Neuen sehe ich nun mit Vorfreude und Konzentration entgegen, ansonsten bin ich dankbar für alles, was war und was ich erleben durfte.

Alles Liebe und Gute aus einem – heute – sonnigen Berlin in “goldener Oktober” – Laune, Gesundheit vor allem und gesellige Stunden in der zunehmend dunklen Jahreszeit, ich melde mich nochmals vor Weihnachten… bis dahin Kopf hoch,

herzlichst Claus

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