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Pressestimmen

“Wiener Blut” in Bad Reichenhall, September 2017

Kritik zu “Wiener Blut” im Reichenhaller Tagblatt vom 18.09.17 (*.pdf)

Galanacht der Operette (mit Eva Lind als Stargast)
im Gewandhaus Leipzig am 25. März 2011:

“Den Conferencier gibt Claus J. Frankl wirklich witzig und charmant a la Heinz Erhardt, mit der richtigen Mischung aus Pointen und Informationen.
Gut gestrickt ist auch das Programm, das Interesse an der Gattung Operette
weckt und den Evergreen-Bedarf deckt…”
(Leipziger Volkszeitung)

Landgraf-Tournee mit “Der Opernball”, Operette von Richard Heuberger
im März/April 2011:
“Leichte Muse kommt beim Publikum gut an!”
“Einen unterhaltsamen Sonntagnachmittag und -abend bescherte das Parktheater Augsburg-Göggingen in Co-Produktion mit dem Jungen Theater Graz mit DER OPERNBALL von Richard Heuberger…
profitiert sie (die Inszenierung) von der Erfahrung… im komödiantischen Bereich besondern von Claus Jürgen Frankl…” (Mindener Tageblatt)

“Ein komödiantisches Talent war Claus Jürgen Frankl in der Rolle des provinziellen Onkels” (Badische Zeitung, Bad Säckingen)

“Claus Jürgen Frankl brachte eine amüsante Charakterstudie auf die Bühne…”
(Wolfsburger Nachrichten)

Warmensteinach/Haus des Gastes in Oberwarmensteinach am 12. September 2009: Heinz Erhardt lebt

Der Nordbayerische Kurier (Bayreuth) schrieb am 18. September 2009

Noch’n Gedicht? Aber Ja!
Die Zuhörer im voll besetzten Haus des Gastes (170 Zuschauer) konnten selbst nach eineinhalb Stunden noch nicht genug kriegen von Heinz Erhardt und seinem unendlichen Reichtum an Geschichten, Liedern und Gedanken zum Schmunzeln, Lachen und Nachdenken.
Und wer könnte wohl besser in die Rolle des unvergessenen Künstlers schlüpfen als Claus J. Frankl, wie immer grandios am Klavier begleitet von Helene Frucht.
Da tanzte eine Fliege auf Liszts Warzen herum und rettete sich schließlich auf des Schwiegersohns Nase. Das Rotkäppchen wird mit Schneewittchen verwechselt und mit Silben und Worten wird jongliert, dass es eine wahre Pracht ist. Der gute Ritter Fips kommt zu Ehren, der sich dummerweise “in voller Rüstung – zu sehr – über die erwähnte Brüstung!” lehnte. Tierisch-Satirisches, darunter die geliebte “Made” holte Frankl auf die Bühne, die das Bayreuther Musikstudio Seebach zur rechten Zeit in das richtige Licht tauchte. Nach einem kleinen “Schlenkerer” an die Cote d’Azur und mitten hinein in den “Künstlerball bei Kroll” ging es “klassisch-erstklassisch” zu: Beim “Walzer eines Wahnsinnigen in d-Moll”, den Erhardt schon mit 16 Jahren komponiert hatte.
Zu Höhepunkten gerieten die eigenwilligen “Interpretationen” und Versionen des Tannhäuser, vor allem auch dank Helene Frucht, die mittendrin unter anderem mit dem berühmten “Lied an den Abendstern” und dem “Venusberg” (Tannhäuser) das Klavier zum Glänzen brachte.
Der begnadete Schnellsprecher und Wortjongleur “wäre gerne Erich Kästner und Christian Morgenstern (gewesen) … Doch nichts davon – zu aller Not hab ich auch nichts von Busch und Roth/ Drum bleib ich, wenn es mir auch schwer ward, nur der Heinz Erhardt”.
Mit diesem, alias Claus J. Frankl, und Helene Frucht war das Publikum allerdings mehr als zufrieden. Es bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus, wurde mit Zugaben belohnt und ging mit lachendem Gesicht und fröhlichem Herzen nach Hause: “Ach, was war er heute wieder für ein Schelm!”


“Wiener Blut”
bei der Coburger Sommeroperette
Der Nordbayerische Kurier schrieb am Dienstag, 11. August 2009:
“I sog, wie´s iss: auch der andere Bayreuther im ausgesucht guten Ensemble, Claus J. Frankl, erspielt sich als sympathisch lächerlicher Fürst Ypsheim- Gindelbach, Premierminister von Reuß- Schleiz- Greiz, permanent Szenenapplaus. Noch die schwächsten Pointen werden grandios über die Rampe geschleudert, um beim hörbar animierten Publikum anzukommen – und gute gibt es in diesem Stück, in dieser wunderbar stilsicheren Inszenierung, zuhauf.”

Paul Abraham Abend in Warmensteinach
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Heinz Erhardt Abend von Claus J. Frankl
Und das schrieb die Presse zur Premiere Mitte Juni 2009:
“Ein Ehrenabend mit musikalischem Sahnehäubchen“
„Er war ein Schelm mit Hang zur Philosophie, dieser H.E.-
Mit Claus J. Frankl als Rezitator hatte der Veranstalter einen guten Griff getan. Der Bayreuther, den nicht nur eine gewisse Ähnlichkeit mit H.E. verbindet, sondern auch offensichtlich dessen Schalk im Nacken sitzt, modulierte die Worte so, als würden sie “leicht aus dem Gehege seiner Zähne fallen“…
Frankl wies darauf hin, dass Erhardt eigentlich ein Musiker war, dessen komisches Talent per Zufall entdeckt wurde. Geschickt waren in das Programm musikalische Elemente eingebaut, teils aus der Feder von H.E., teils von anderen Komponisten und mit dessen pfiffigen Texten ausgeschmückt.
Helene Frucht begleitete Frankl – seine Liedbeiträge setzten der Veranstaltung ein Sahnehäubchen auf, dass von Helene Fruchts Interpretation der Erhardt- Kompositionen wie “Märchen“ und anderer Werke durch perlende Klavierklänge noch deutlich aufgeschäumt wurde.“
(Main-Echo vom 15.06.2009)

“Cinderella macht Spaß und Mut” bei den Clingenburg-Festspielen 2007
“…Claus J. Frankl und Pascal Thomas waren… neben Cinderella… die unumstrittenenen Stars bei den Kindern…”

“Wie ein goldener Schuh”
“…für die Kinder die absoluten “Helden” der Inszenierung die beiden Mäuse Fops und Fips, ausdrucksstark und mit unbändiger Lebensfreude … auf die Bühne gezaubert.”

“Nur in der Nostalgie hat die Vergangenheit eine Zukunft” – Kurzweiliger Liederabend im Klingenberger Schloßkeller;

“Küssen macht so gut wie kein Geräusch”, Clingenburg-Festspiele 2007
“…ein Abend mit dem Operetten-Buffo und begnadeten Entertainer Claus J. Frankl und der sensiblen, stilsicheren Pianistin Helene Frucht. Lieder des “Kollo-Clans” versetzten die Zuhörer in Begeisterung und animierten immer wieder zum Mitsingen und zum Szenenbeifall… Frankls überbordender Charme, seine mimischen und gestischen Glanzlichter, die er immer wieder setzte und mit denen er selbst trivialen Texten mit komischer Verzweiflung und erfrischender Selbstironie immer wieder ungeahnte Attraktivität verlieh. Schön auch die gelungene Mischung aus “Berliner Schnauze” und Temperamentsausbrüchen wie beim “Künstlerball bei Kroll” und leisen schwermütigen Tönen wie bei “Lieber Leierkastenmann”, zwei völlig unterschiedliche Stimmungen, die Frankl gleichermaßen gut beherrschte…”

“Liebe und andere Katastrophen”
Amüsanter, musikalisch-kabarettistischer Abend in Warmensteinach Januar 2007
“…Der Leierkastenmann von Willi Kollo kramte sehnsüchtig-sentimental in alten Erinnerungen… Das ebenso genüssliche wie anspruchsvolle Feuerwerk an Wort- und Notenakrobatik brachte die Herzen der Zuhörer zum Hüpfen… Neben bekannten Gassenhauern brachte das perfekt eingespielte Duo auch sehr viele seltene Kostbarkeiten der musikalisch-kabarettistischen Kleinkunst u Gehör –
unter anderem von der Kollo-Familie, Nico Dostal, Mischa Spoliansky, Robert Stolz, Theo Mackeben und Hanns Eisler, der Brecht – und Tucholsky-Texte vertonte, die mit ihrer immerwährenden Aktualität das Publikum ein um das andere Mal verblüfften. Und natürlich durfte ein kleines bisschen Wagner nicht fehlen…”

“Küssen macht fast kein Geräusch”
“… er moderierte seine Vorträge auch an, wobei es ihm von Anfang an gelang, das Publikum zu begeistern. Witziges, Spritziges, Kitschiges, Sentimentales und Hintergründiges bekam man zu hören… Der Aufforderung an die Besucher mitzusingen, kam dieses eifrig nach. So steigerten sich Künstler und Zuhörer gegenseitig zu einem begeisternden Konzert.”

“Der besondere Charme Berlin”
Musikalische Milieustudien aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts von Johanne Arzberger, Wunsiedel
“… Theaterfreunden hierzulande war Claus J. Frankl bislang vor allem als Autor der Bühnenfassungen von “Der Name der Rose” und “Schlafes Bruder” bekannt sowie als Dramaturg der Luisenburg-Festspiele in den Jahren 2000 und 2001. Unvergessen sind seine unterhaltsamen Einführungsabende zu den Festspielen aus dieser Zeit… Mit seinem überschäumenden Temperament, seiner angenehmen Stimme und seinem hinreißenden Charme, nahm Claus J. Frankl seine Zuhörer gefangen… Zwischen den mit Begeisterung gesungenen und begeistert aufgenommenen Liedern plauderte Claus J. Frankl über alles Mögliche, vor allem natürlich über Berlin, schlug Brücken von der Vergangenheit zur Gegenwart, gab Anekdotisches zum Besten und ließ das Berlin der Theater und Künstlerviertel, der Revuen und Literarischen Cafés lebendig werden… Der Ausklang jedoch war ein heiterer: Claus J. Frankl erschien als “Das süße Nachtgespenst” (Rudolf Nelson) und verriet voll hinreißender Komik den Unsprung von “Boeuf Stroganoff” mit einem Lied von Friedrich Hollaender… begeisternder Beifall.”
“Dolchstöße ohne Legenden”

“Fragen Sie mehr über Brecht”, Claus Frankls Eisler-Programm
von Alexander Dick
“…Knappe zwei Stunden durfte man ihn kennenlernen, diesen eigenenwilligen, streitbaren Linken, dessen Musik so schwierig einzuordnen ist, einfach weil sie so viellseitig ist. Auf der Basis von Gesprächen, die Hans Bunge von 1958 bis 1962 mit Eisler führte, hat Autor Claus Frankl sein “musikalisches Interview” konzipiert… Für Dolchstöße ohne Legende sorgten die Lieder und Chansons Eislers mit Texten von Brecht und Tucholsky… Ganz im Sinne des epischen Theaters “illustrierte” Frankl den Abend mit Verfremdungs-effekten en gros et en detail – einer überraschender als der andere.”

Online Musik Magazin Bayreuther Festspiele 2006
von Gerhard Menzel
“Mein lieber Schwan” lautete auch das Motto einer Veranstaltung, die das Festival junger Künstler Bayreuth in sein Programm aufgenommen hatte. In der Reihe “Bayreuther Wagner-Lektionen” präsentierte Claus J. Frankl hier “Richard Wagner in Parodie und Anekdoten”… Bei diesem, von ihm konzipierten Kuriositäten-Abend konnte er alle seine Talente ins beste Licht setzen. Dabei weiß er nicht nur ungeheuer viel über Wagner, sondern er kann sein Wissen auch über gut zwei Stunden mit Begeisterung und Leidenschaft dem Publikum vermitteln, ohne dass es jemals langweilig oder zu theoretisch würde. Hier war das Zuhören… eine reine Freude! … Aus seiner Zeit am Metropol-Theater Berlin resultierend, beendete eine Collage zu Sentas Ballade aus dem “Fliegenden Holländer” den heiteren und sehr informationen Abend… Eine tolle Veranstaltung!”

“Wahrlich wonniger Wagner-Witz”
Claus J. Frankl begeistert mit “Mein lieber Schwan”
von Florian Zinnecker
“…ein Vortrag war es nicht, hier trifft der Anglizismus “Performance” den Kern der Sache: übersetzt mit “Vorstellung” – und mit “Leistung”.
Denn in der Tat ist es eine beachtliche Leistung, eine gut zwei Stunden dauernde Performance so gar nicht langweilig zu gestalten sowie das Zuhören zu einer reinen Freude werden zu lassen.
Und das Zusehen. Wie sich da ein Profi – der als Regisseur, Dramaturg und Abendspielleiter des diesjährigen “Tristan”, weiß, wovon er spricht, wenn er von Wagner spricht. Und in jeder Sekunde überzeugt…”

“Fehlten die Dackel?”
Claus J. Frankl und sein Wagner-Anekdoten-Abend von Frank Piontek
“Eigentlich fehlten nur die Dackel – die Dackel, die 1904 die beiden Mini-Drachen Titzel und Tatzel verkörperten, als Oscar Straus” Operette “Die lustigen Nibelungen” uraufgeführt wurde. Was nicht fehlt ist ein Straus-Walzer, Claus J. Frankl singt ihn, wenn er das Couplet des Siegfried bringt- und wie er es bringt… Frankl öffnet seine Wunderkiste, seinen dramaturgischen Krimskramsladen, und bringt uns mit “Die Denkmalschänderin”eine Parodie auf Liszt und Wagner, er bringt die Leute zum Singen, nachdem er Wagners “Gruß seiner Treuen” sang: Nun dürfen wir behaupten, dass wir in Bayreuth Wagner sangen… Fehlten die Dackel? Eigentlich nicht.”

“Diva mit Wischmopp”
“Eine Frau, die weiß, was sie will”
, 20. Februar 2006
“…die weibliche Hauptrolle der Manon Falconetti spielte damals Fritzi Massary. In der Aufführung war die legendäre Diva auf alten Fotos präsent. In Frankls kleiner Fassung der eigentlich opulenten Ausstattungsoperette genügten die Bilder als Kulisse. Der Bayreuther Regisseur hat damit quasi eine reisefertige Inszenierung kreiert, die sich ohne großen logistischen Aufwand an jedem Ort spielen lässt. Und man benötigt nur ein Klavier, das das Orchester ersetzt, und drei quirlige Sängerinnen, die von einer Rolle indie andere schlüpfen. Ob als Putzfrau mit Wischmopp und Klobürste, als umschwärmte Diva, als lispelndeTochter Lucy oder als liebhabender Tennislehrer mit Drang zur Besenkammer…”

“Jeder betrügt hier jeden” Premiere für “Orpheus in der Unterwelt”, Lüneburg Juni 2008
“… Ach, die antiken Götter: Was ist aus ihnen geworden…
Die Operette von Jacques Offenbach feierte jetzt Premiere mit viel Applaus im Lüneburger Theater.
Regisseur Claus J. Frankl inszenierte mit Ballett, Haus- und Extra-Chor, Orchester natürlich, bevölkerte den Olymp mit fast allen Darstellern, die Rang und Namen haben. Knapp drei Stunden dauert das bunte Treiben in Himmel und Hölle…
Claus J. Frankl sorgte in den Stück immer wieder für Überraschungen: Jupiter spricht plötzlich köllsch, J.O. stammte schließlich aus Köln – Orpheus hat die Hölle satt (Ich bin ein Star, holt mich hier raus!”), Hans Styx hat sein berühmtes “Prinz von Arkadien” um eine Lüneburg-Strophe erweitert. Und Pluto, der in Gestalt eines Schäfers die schöne Eurydice verführte, wird gefragt, ob er in Brasilien als Betriebsrat unterwegs war – da musste man als Zuschauer schon ein wenig aufpassen, was dem bekannten Stück gut tat. Die Akteure verschenkten keine Pointe – sammelten nach Kräften Pluspunkte. Ebenfalls ein Pluspunkt: Die Operette begann und endete mit einem Video, einer Sofa-Talkshow mit einigen Hauptfiguren zur Frage: “Und wie halten Sie es mit der ehelichen Treue?” Nun…
Heiß ist es in der Hölle, heiß war es im Theater. Nach so einer perfekten Operette kann es nur eine Erfrischung geben: Schampus!”

“Orpheus – Tolle Premiere”
“… sommerlich leichte Kost – einen farbenfrohen nd klangvollen Operettenspaß um das wenig vorbildliche Gebaren des Göttervaters Jupiter… Das Premieren-Publikum am vorigen Samstag erlebte dazu noch etwas wahrscheinlich Einmaliges:
Da den Götterboden Merkur eine Sommergrippe seiner Stimme beraubt hatte, agierte er zwar trotzdem der Rolle entsprechend mit Mimik und Gestik, aber stimmlich sprang Regisseur Claus J. Frankl ein und verlas, am Bühnenrand stehend, den Text der Solo-Partie! Mit reichlich Applaus… belohnten…”

“Alles Glück ist trügerisch”
Ein spannender “Fidelio” am Theater Lüneburg, von Hans-Martin Koch
“Die Ouvertüre ist bekanntlich dazu da, das Publikum einzufangen, Stimmungen und Themen des Kommenden anzukündigen. Alles, was wichtig ist, wird schon mal als Klangkonzentrat notiert. Meist ist das der Teil, der dem Orchester allein gehört. Regisseur Claus J. Frankl nutzt bei seiner “Fidelio”- Sicht am Theater Lüneburg das musikalische Vorspiel, um auch schon einmal das zu sagen, was kommt, aber auch das, was war.
Der erste Lüneburger “Fidelio” legt einen wahrlich beredten Auftakt hin. Von Beginn an sorgen Frankl, Dirigent Urs-Michael Theus und ein auf den Punkt motiviertes Team für einen spannenden, meist stimmigen Abend… Zurück zum Anfang: Da steht also das Personal der Oper auf der Bühne, ein Spot fährt es ab und verharrt bei der erschöpften Leonore und dem befreiten, jedoch zerschundenen Florestan. Das ist das Ende vom Drama. Ein Video zeigt, wie es begann: Leonore schneidet sich das Haar vom Kopf, um zu Fidelio zu werden. Sie will, was ihr als Frau nie gelänge, als Kerl in den Kerker… Leonore Video-Erinnerungen legen einen roten Faden in denbend…
Beethovens Oper von Gatten- und Freiheitsliebe geht ausgesprochen schauspielbetont über die Bühne. Die Musik kommt dabei nicht zuschanden. Frankl belässt das Werk in seiner Zeit… Das Happy-End ist brüchtig. Der Beifall groß.”

“Oh Gott, welch ein Augenblick!”
“…Inszenierung erwies sich als durchschlagender Erfolg…
Das Premierenpublikum zeigte sich hingerissen. Der Jubel über die wohl eindrucksvollste und stimmigste Inszenierung der Spielzeit war angemessen…”

“Des Frühlings Kommen”
Vorbericht von Hans Martin Koch:
“Wenn Claus J. Frankl von der Oper spricht, bekommt er leuchtende Augen. Die Augen hören gar nicht auf zu leuchten. Kein Wunder, Frankl ist in Bayreuth geboren, mit elf Jahren tollte der Schlosserbub schon als “Rheingold”-Kind über die Bühne des Festspielhauses… Auf einen Zettel für das Pressegespräch hat Frankl einen Satz notiert: “Des Frühlings Kommen”. Frankl ist jederzeit im Einsatz: “Ich bin so einer, der von morgens bis nachts im Theater rumhängt”. In der Beethoven-Oper, die er wohl 15 – ? mal gesehen hat und nun zum ersten Mal in Szene setzt, ist ihm “Des Frühlings Kommen” zu einem Kernsatz geworden: “Das heißt ja es ist noch kühl, es kann schon wenige helle Momente geben, mit Wärme, aber es droht auch ein Rückfall in den Winter”.
Auf sein Konzept bezogen sagt der Regisseur: “Wenn ich es hell mache, bekomme ich den größeren Applaus. Ich möchte aber Nachdenklichkeit hinterlassen.”
Vor aller Regie-Deutung aber steht das Werk: “Ich bin kein Zertrümmerer, ich habe unglaublichen Respekt. Das Werk und der Wille des Autors bilden das Grundkriterium… Die Handlung muß absolut verstehbar sein, wir bleiben also in einem bestimmten Rahmen.” – Die Inszenierung setzt nicht auf Aktualisierung. Aber, das hat Frankl sich auch vorab notiert: “Kein historischer Realismus”! Theatermittel von heute helfen, den Inhalt zu transportieren. Frankl setzt ein Video ein und ungewöhnliche Lichtstimmungen: “Ich habe kräftig in den Farbtopf gegriffen” – immer soll kenntlich bleiben, dass es um Theater geht… Die Solisten und der Chor müssen eine Fülle an Herausforderungen meistern: “Es muß doch auch ein Anspruch da sein, an dem man zu beißen hat!”

 

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